Phase 2 von 4

    Aktivieren

    Einen Energizer setze ich meistens nach dem Mittag ein oder zum Start an Tag zwei. Ein Quiz plane ich mit höchstens zehn Fragen. Zwei bis drei Fragen pro Minute sind realistisch, die Besprechung eingerechnet.

    Quiz und Umfrage laufen anonym oder mit Nickname und funktionieren auch, wenn die Gruppe größer ist als die üblichen zwölf Personen. Die A–Z Liste arbeitet in Kleingruppen zu dritt und braucht 10 bis 20 Minuten.

    Valentin Rausch hält ein Smartphone hoch, aus der Gruppe strecken sich weitere Smartphones entgegen. Flipchart-Zeichnung.

    Quiz-Quickfire

    Dauer: 2 bis 3 Fragen pro Minute, höchstens 10 FragenGruppe: 8 bis 20 Personen, klassisch 12; auch mit größeren Gruppen erprobt

    Wissensblitze mit Tempo bringen den Fokus zurück.

    Ziel

    Aktivieren und Wissen festigen, ohne lange Diskussion.

    Umsetzung

    5–7 Kurzfragen → QR teilen → schnelle Runde → Rangliste feiern.

    Alternativen

    Wiederholung, Einstieg ins Thema, Lernstand sichtbar machen.

    Ausführliche Anleitung

    Ziel

    Kurze, schnelle Quizfragen bringen Aufmerksamkeit zurück und steigern die Beteiligung. Der Punktedruck sorgt für Tempo. Bei schlechter Internetverbindung ärgern sich einzelne Teilnehmende über zu wenige Punkte, weil bei ihnen langsamer aktualisiert wird. Das lässt sich vorher ansagen.

    Umsetzung

    • 5–7 Fragen vorbereiten: Mix aus Multiple Choice, Richtig/Falsch, Reihenfolge. Mehr als 10 werden es bei mir nie.
    • Antwortzeit wählen: möglich sind 10, 20, 30, 45, 60, 75, 90 oder 120 Sekunden pro Frage.
    • QR-Code teilen: Alle treten mit Nickname bei.
    • Rangliste kurz zeigen: Spannung erzeugen, aber keine Endlosdiskussion.
    • Transfer-Haken: „Wie hilft euch das gleich im nächsten Schritt?“

    Alternative Einsatzmöglichkeiten

    • Einstieg: 3 Fragen als „Warm-up“ vor dem Thema.
    • Zwischenblock: 5-Minuten-Quiz als Re-Fokus.
    • Team-Quiz: Kleingruppen gemeinsam antworten lassen.
    • Fehlerkultur: „Was lernen wir aus den falschen Antworten?“

    Live-Pulse

    Gruppe: 8 bis 20 Personen, klassisch 12; auch mit größeren Gruppen erprobt

    Schneller Stimmungs- und Verständnis-Check ohne Punkte oder Druck.

    Ziel

    In 60 Sekunden wissen, wo die Gruppe steht – Energie, Verständnis, Tempo.

    Umsetzung

    1–2 Skalen- oder Ja/Nein-Folien → QR teilen → Ergebnis live einblenden.

    Alternativen

    Tempo-Check, Verständnis-Check, Pausenbedarf, Vertiefungs-Bedarf.

    Ausführliche Anleitung

    Ziel

    Eine kurze, anonyme Umfrage zeigt dir ohne Quiz-Druck, ob das Tempo passt und ob alle dabei sind. Das Programm ändere ich danach selten. Der Wert liegt woanders: Das Ergebnis holt die Gruppe ab und taugt als Diskussionsgrundlage, gerade wenn die Frage als provokante These formuliert ist.

    Umsetzung

    • Folie wählen: Skala 1–10 oder Ja/Nein für Tempo, Verständnis, Energie.
    • Frage klar formulieren: „Wie ist dein Energielevel gerade?"
    • QR-Code teilen: Anonym, keine Anmeldung nötig.
    • Live einblenden: Ergebnis sofort sichtbar machen.
    • Reagieren: Pause, Beispiel, Tempowechsel oder eine kurze Diskussion.

    Alternative Einsatzmöglichkeiten

    • Tempo-Check: „Zu langsam – passt – zu schnell?"
    • Verständnis-Check: „Wie klar ist Punkt X für dich?" (1–10)
    • Vertiefung: „Wo wollt ihr mehr Zeit reinstecken?" (Auswahl)
    • Mini-Reflexion: Ja/Nein zu „Hat dich das gerade weitergebracht?"

    A–Z Liste in Gruppen

    Dauer: 10 bis 20 MinutenGruppe: 3 Personen pro Board

    Kleingruppen suchen zu jedem Buchstaben von A bis Z einen Begriff aus dem Thema.

    Ziel

    In 10 bis 20 Minuten trägt die Gruppe zusammen, was sie zum Thema schon weiß.

    Umsetzung

    Boards anlegen → Gruppenlinks teilen → zu dritt füllen → Ende ansagen → Ergebnisse besprechen.

    Alternativen

    Einstieg in ein neues Thema oder Auffrischen im Folgetermin.

    Ausführliche Anleitung

    Ziel

    Die Gruppen suchen zu jedem Buchstaben einen Begriff aus dem Thema. In der Regel schaffen sie alle Buchstaben und sind dann selbst überrascht. In der Moderation weise ich darauf hin, dass Kreativität ausdrücklich gewünscht ist.

    Ich setze die Liste zu Beginn eines Themas ein, im Folgetermin dann noch einmal zum Auffrischen. In den letzten Wochen war sie bei mir sehr viel im Einsatz.

    Umsetzung

    • Gruppen bilden: Drei Personen pro Board. Mehr mache ich ungern.
    • Links teilen: Jede Gruppe bekommt einen eigenen Link auf ihr Board.
    • Auftrag: „Findet zu jedem Buchstaben einen Begriff aus dem Thema.“ Die 26 Kacheln stehen fest.
    • Kreativität ansagen: Ich sage dazu, dass ungewöhnliche Einträge erwünscht sind.
    • Mitlesen: Als Host sehe ich alle Boards.
    • Ende ansagen: Das Board lässt sich nicht schließen. Ich moderiere den Schluss und sage ihn an.
    • Tab offen lassen: Der Host-Zugang lebt nur in diesem Browser-Tab. Schließt du ihn, sind die Gruppenlinks weg.
    • Löschen: Jede Person in einer Gruppe darf jeden Eintrag löschen. Dass jemand fremde Einträge löscht, ist mir noch nie passiert.
    • Sichern: Einen Export gibt es nicht. Was bleiben soll, hältst du selbst fest.

    Alternative Einsatzmöglichkeiten

    • Themeneinstieg: „Was fällt euch zu Thema X ein?“ vor dem ersten Input.
    • Auffrischen: Im Folgetermin dieselbe Liste noch einmal füllen lassen.
    • Vergleich: Zwei Boards nacheinander zeigen und die Unterschiede besprechen.